Samstag, 15. April 2017

Mitmach-Aktion: Gummistiefel für den Osterhasen!!!

Ich hab sooo gehofft, an Ostern schööön im Garten zu sitzen, dem Hasen beim Verstecken zuzusehen, mit den Zehen in der Sonne zu wackeln und mit Möhrenkuchen-Krümeln die Meisen zu füttern...nix da! Hier wird wohl bis Ostermontag durchgeregnet...



Unseren Osterspaziergang haben wir gestern schon vorgezogen und so gab es noch Sonne auf den Blütenzweigen ;)) Wir sind durch Wald und Wiese gewandert - nebenbei wurde Bärlauch für feines Pesto gepflückt und immer wieder musste ich ganz verzückt auf den Knien rumrobben um die wunderschönen Buschwindröschen aus der Nähe zu betrachten.

Ganz magisch war der Moment, als wir ungelogen 50-60 Rehe ganz nah zwischen Waldrand und Wiese begegneten - die ziemlich tiefenentspannt abwarteten, was wir so machen...und als sie einschätzen konnten, dass wir harmlose Vegetarier sind, die obendrein nach Bärlauch stinken äh riechen, traten sie nicht die Flucht, sondern eher einen langsamen Rückzug in den Wald an. Ganz beseelt, noch nie soo vielen Rehen so nah begegnet zu sein, trafen wir im Unterholz gleich wieder auf Rehe UND auf ein mittelgroßes Wildschwein, dass 5 Meter vor mir über den Weg trottete.... Da machte das Herz vor Schreck einen Hüpfer, den wo ein kleines Teenager-Schwein ist, ist Mutti-Schwein sicher auch ganz in der Nähe...und da traten WIR den geordneten Rückzug an und entschieden uns, ein Stück Umweg und lieber über die Wiese zu laufen... So viel Wild unterwegs!!! Wahnsinn! Aber keinen Hasen gesehen - aber ist ja kein Wunder, der ist ja jetzt auch schwer beschäftigt ;)) Vielleicht sollten wir alle wie zu Nikolaus diesmal unsere Gummistiefel vor die Türen stellen (bei der Wettervorhersage!)



Meine Osterbilder, habe ich noch vorsorglich gestern in der Sonne gemacht und versuche damit ein bisschen Sonnen-Zauber auszuüben, mal sehen ob es bis Morgen klappt ;))  Irgendwann muss sie ja mal wieder kommen - Frau Sonne! Und falls Ihre einen tropfnassen Hasen in Eurem Garten seht, vielleicht habt ihr ja auch ein paar Gummistiefel übrig, sonst holt der sich noch einen Schnupfen!

Wie auch immer Ihr es Euch gemütlich macht: mit Wärmeflasche oder Glühwein - Ich wünsche Euch gemütliche und friedliche Ostern!  


Liebste Grüße Eure






Samstag, 1. April 2017

"Zickige Tanten"


...so bezeichnete der Obergärtner von Ettenbühl James Foggin die Königin der Rose (aber nur im Scherz). Ich hatte mir kurzerhand einen Rosenschnittkurs in der Königlichen Gartenakademie gegönnt, nachdem ich wieder sehr zauderlich vor meiner englischen Rose stand, die irgendwie nicht so richtig in die Pötte kommt... Da klappert man mit der Schere und weiß nicht so recht, wo nun ansetzen. Die treibt doch so schön, aber irgendwie auch sehr dünn und formlos. James wusste Rat: "Nur nicht zimperlich, durch Schnitt kann man im Grunde keine Rose umbringen". (Sein Wort in Gottes Ohr)

Da wir nach dem Theorie-Teil: passende Sorten für alle Gärten (die sofort "Haben-Wollen" auslösen) Rosenkrankheiten, Rosenpflege und Rosenschnitt in der Theorie (super einfach - nix mit 3. Auge außen...)
Sahen wir mit erschrockenen Herzen zu, wie James beherzt die Königlichen Akademie Rosen 1. ohne Handschuhe bei den Dornen packte und sie 2. schnipp schnipp schnapp schnitt. Eins zwei fix... Neben fleißig mitschreiben, schoß ich schnell ein paar Fotos aus der Hüfte der wunderbaren Gartenakademie, die ich sehr liebe und die auch so ein "Hidden Place" ist.


Leider war es heute beim dem Super-Wetter irre voll, so dass ich nur gaaanz wenig Bilder machen konnte, sonst wären ständig Leute drauf... und während des Schneidens hatte ich die Kamera leider nicht dabei ;((
Wieder zu Hause krempelte ich tapfer die Ärmel hoch und schnitt beherzt meine "zickigen Tanten" auf dass sie wieder gesund und kräftig austreiben und mich reich mit Blüten beschenken. Ich bin gespannt...da es ja auch schon ein klein bisserl spät für den Schnitt war. Aber noch ein Jahr warten konnte ich auch nicht. Mal sehen, was es im Sommer zu berichten gibt ;)

Zum Abendessen dieses herrlichen Tages, gab es reichlich Unkraut aus dem Garten ;) Die beste Art, die Wilden im Griff zu behalten...


Da meine Brennessel im wilden Garten-Eckchen so schön ausgetrieben sind, schnitt ich einmal alle Spitzen und kochte daraus ein Brennessel-Kartoffel-Süppchen. Seeehr gesund das alte Heilkraut! Und verdammt lecker. Nächste Woche werde ich wieder das leckere Pesto machen, dass ich schon im letzten Jahr mal hier gezeigt hab.


Nee, ich fass die nicht so an ;) Ich nehm schön Handschuhe und rühre mit einem Holzlöffel im Wasser, um sie zu waschen und dann ab in den Topf!

Als Vorspeise gab es in Olivenöl gedünstete Löwenzahnblätter mit Pinienkernen und ...hmmm!
Und als Hauptgang gab es das feine grüne Brennesselsüppchen. (Frau hat niee die richtig schön passenden Teller - aber rote tun es ja auch) Und der Abend war so schön, dass wir das erste Mal draußen essen konnten.


Ach, und weil es gar zu schön war und morgen schon wieder kühler wird, haben wir auch gleich noch für das schöne Abendgefühl ein Feuerchen geschürt. Was für ein voller Tag...nun geh ich Sonnen-satt und Garten-müde ins Bett ;)



Ich wünsche Euch einen traumhaften Sonntag und nur keine Angst vor den Rosen!!


Eure 


Freitag, 10. März 2017

Wohin man blickt...alles grün!

Wir haben den Winter abgekürzt und sind dem kalten Schmuddel-Wetter entflohen auf die Frühlingsinsel - Madeira. Selbst Ende Januar/Anfang Februar als wir da waren...überall grün-grün und zaghaftes Blühen. Warum ich nicht schon früher darüber geschrieben und Bilder gezeigt habe? Ich hatte mit der Post-Urlaubs-Depression im regenfeuchten, bibberkalten Deutschland zu tun...;))


Es ist einfach UNGLAUBLICH in Deutschland bei Graden um Null loszufliegen und am nächsten Morgen die Wanderschuhe zu schnüren und durch üppigste Vegetation zu laufen. Es riecht so anders im Frühling: grün, frisch...nach Leben.
Ich hätte nie gedacht, dass Madeira so abwechslungsreich ist: da gibt es nicht nur die bekannten Wege entlang der Levadas (Wasserkanäle), sondern auch verschlungene Pfade durch Weinberge und Gemüsebeete und Wege hinunter an den wilden Atlantik.


An scheinbar jedem Fleckchen Steilhang haben die Madeirer kleine Mauern gebaut um irgendetwas anzubauen: Gemüse, Bananen oder Zuckerrohr...ich stand an vielen dieser kleinen Mini-Felder hinter deren letzten Kohlpflanze es steil abwärts ging und ich mich fragte, wie man dort gefahrlos seinen Kohl erntet...angeseilt???


In der Mitte unseres deutschen Winters, wenn man das Gefühl hat, es geht ewig so weiter mit bleigrauem Himmel, Frost und Dunkelheit, gab es schon soo viele Blumen, das war reinster Seelenbalsam. Wären wir 4 oder 6 Wochen später gekommen, wäre es vor Blütenfülle wahrscheinlich schier nicht aushaltbar gewesen.

Neben all den anderen unfassbar schönen Wanderungen, hat mich auch dieser Weg hinunter zu den Meeresgärten total beeindruckt. Da ging es in kleinen Serpentinen durch wildes Grün in guten 3 Stunden ca. 500m hinunter auf Atlantikhöhe...und da waren viele kleine Gärten. Mit Kartoffeln, Bananen und...tja eigentlich wächst ja alles in dem Klima. Die Bauern haben irgendwann, als sie merkten, dass sie jedesmal das Öl oder den Wein zum Abendessen vergessen hatten eine luftige Seilbahn ohne Zwischenstützpfeiler gebaut, um mal schnell wieder hochzukommen. "Schatz mir ist gerade so gemütlich, holst Du mal eben noch Wein und Öl zum Fisch, den ich eben gefangen hab...?" (Wäre ja blöd, wenn man hin- und zurück über den Landweg ca. 6 Stunden braucht. Wenn man rennt)


Ich habe Höhenangst - das ist wichtig zu erwähnen, denn ich bin fast gestorben vor Angst, als wir auch mit der Seilbahn die 500m wieder nach oben schwebten. NICHT LUSTIG!

Nach solch pulsbeschleunigenden Aktionen gönnten wir uns auch zwei Gammeltage...morgens auf den Sonnenaufgang warten (unfassbar und so selten in der Großstadt gesehen), danach Yoga mit international gewürfelter Gruppe und dann schön mit Nase im Buch am Pool rumlummern...Herrlisch!!


Mr. Urban White war nie pünktlich zum Sonnenaufgang - jedoch immer pünktlich zum Sonnenuntergang zugegen ;)) Gern auch klassisch mit einem Kaltgetränk. Nach so einem ruhigen Tag hummelt es wieder in mir rum und ich habe die nächste Wanderung geplant.
Kleine Abstecher zu den schönen Steinstränden waren auch mal drin ... da muss Frau ja mal einen Zeh reinhalten ;)


Die Insel, so klein sie auch erscheint: wie ein winziges Pünktchen auf g..oo..maps - mitten im Atlantik. So unfassbar groß bzw. wanderbar ist Madeira und ich wurde das Gefühl nicht los, dass ich noch viel mehr sehen will von diesem schönen Fleckchen Erde." ...mit Dir bin ich noch nicht fertig!"


Und schöne (leere) Häuschen mit vieeel Landschaft drum herum gab´s hier auch..leider wäre es da bis zur Arbeit bisserl weit...;) "Alles Gute ist nie beisammen" würde Oma sagen.


Mit wehem Herzen haben wir Abschied vom Frühling auf der Insel genommen und sind dann mit "Augen-zu" die letzten 4 Wochen durch die Stadt gerannt...jetzt kann ich sie wieder aufmachen, denn hier blüht und grünt es ja auch endlich unaufhaltsam.
Dennoch bleibt das Fazit: Winter abkürzen auf Madeira lohnt sich!!


Ich wünsche Euch ein frühlingshaftes Wochenende! Vielleicht gibt´s ja wieder ein kleines Sonnen-Häppchen...

Liebe Grüße Eure  






Freitag, 6. Januar 2017

Segel setzen...

Ein neues Jahr liegt seit ein paar Tagen klirrend kalt aber auch rein und frisch vor mir. Was wird es wohl bringen? Mehr denn je frage ich mich: Wie wird es werden, im neuen Jahr??...Man kann sich gemütlich in seine eigenen 4 Wände zurückziehen und Cocooning betreiben, besorgt auf die Welt schauen...Angst bekommen, erstarren oder einfach weitermachen wie bisher... Ich entscheide mich für das sprichwörtliche  "Segel setzen" und den Kurs neu bestimmen.


Den Jahreswechsel verbrachten wir in Stralsund - ich wollte gern das alte Jahr am Wasser beenden und das neue Jahr am Wasser begrüßen...dem lebenswichtigen Element, der Urgewalt, auch wenn unsere kleine Ostsee sich nur selten urgewaltig aufführt (...wie just im neuen Jahr geschehen).
In Stralsund fügt sich fast schüchtern, wie in einem Nebensatz, mittelalterliches Bauwerk an modernes Stadtbild mit hippen "Barber-Shop" (tragen da jetzt alle Männer Störtebecker-Bart??) , für mich jedenfalls ist die Stadt ein Beispiel für städtisches Understatment. Da gibt es sooo viele Dornröschen-Häuser und Ecken, die entdeckt werden wollen.


Wir hatten uns in ein kleines, gemütliches Hotel einquartiert, das in einen alten Hafenspeicher direkt am Hafen liegt mit tollem Blick über den Strelasund nach Rügen...wenn der Nebel den Rockzipfel hob. Oben auf dem Dach war ein kleiner 360° Rundumausblick in dem wir an Silvester ganz über den Dächern der Stadt das Feuerwerk genossen. Das spezielle am Stralsund-Silvester war aber das professionelle "18:30 Uhr Feuerwerk für Alle" am Hafen....so ein wunderschönes Feuerwerk teilweise im Nebel in dieser besonderen Atmosphäre habe ich noch nie erlebt.


Die Zeit verging zwischen "Alt" und "Neu" im wahrsten Sinne...in alten Gemäuern neue Ideen, aus dem alten Jahr entspinnen sich neue Vorhaben... Nun im neuen Jahr wird sich zeigen, wie achtsam ich mit meinen Ideen und Hoffnungen umgehe ;)) Wie haltet Ihr es mit Vorsätzen? Ich fasse sie lieber erst im neuen Jahr bzw. lasse mich von ihnen überraschen...mache Vorsätze "springen" mich auch erst im Laufe eines Jahres an und dann versuche ich ihnen zu folgen...bis sich manchmal auch ihre Spur verliert ;)
Dennoch ist es mir gaanz wichtig, jetzt am Anfang des neuen Jahres innerlich sehr aufmerksam zu sein...quasi die Spur des Neuen aufzunehmen, zu orten, wie es sich anfühlt...


Während wir durch alte Gassen stromerten, begann das Neue schon zu klingen... und die Vögel zwitscherten schon wie im Frühling.
Aus und in dieser alten Klosteranlage "Zum heiligen Geist" entstand ein ganz wunderschönes Wohnviertel. Ehemals für arme Pilger zum Übernachten und für "Elende" erbaut, beherbergt es nun Familien und kleine Firmen. Nett, verträumt, ein bisschen heile Welt... Danach sehne ich mich ja auch und doch heißt "Segel setzen" auch: wachsam den Horizont beobachten, es ist nicht immer nur windstill...





Ich wünsche Euch im neuen Jahr:
 - einen guten Kompass für Entwicklungen im Innen und Außen
- eine gute "Mannschaft" - liebe Menschen, die euch begleiten
- einen guten Wind für Inspirationen, Projekte und Alt-Bewährtes
- einen sicheren Hafen...zum Ankommen

Alles Liebe für 2017
wünscht Euch





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