Mittwoch, 17. August 2016

Im Wald-Rausch

Nun habe ich doch noch aus dem Wald nach Hause gefunden auch ohne Brotkrümel ;)

Diesen wunderbar, heißen, wolkenloser-Himmel-Sommer unverzeihlich kalt-regnerischen Urlaubs-Sommer habe ich ganz spontan zu Hause bzw. im Wald verbracht. Zuerst mit Wanderschuhen rund um mein Heimatstädtchen (nicht ganz geschafft die ca. 400 km  - hihi) und dann mit spontanen Tages-Wald-Fluchten. Fazit: Einmal nass geworden bis auf den Schlüpper, spannende Tierbegegnungen, unvergleichliche Naturerlebnisse und RUHE...RUHE...STILLE

Dieses hübsche Pony hatte sich wohl in der Wahl der Wiese geirrt oder war einfach auch am Wandern - es stand im Feld.

Vor meiner Wald-Erfahrung habe ich an einem sehr interessanten Seminar zur "5-Elemente Lehre" nach TCM (Traditionelle chin. Medizin) teilgenommen und nun waren meine Sinne wach, um überall die verschiedenen Energie-Elemente zu sehen und auch zu spüren: Wasser, Holz, Feuer, Erde, Stein/Metall...
Wie mystisch schön Waldseen sein können oder Sumpf-Gebiete - diese Pflanzenvielfalt, ein Grün-Flash!


Die ersten Momente allein im Wald sind jedoch immer ähnlich: sich überschlagende, durcheinander quatschende Gedanken...da ist irres Getümmel im Kopf: was noch zu tun ist, nicht vergessen werden darf...Mist, doch vergessen worden ist...

Ich muss mir dann sehr nachdrücklich "Ruhe im Karton"! befehlen und es dauert seine Zeit, bis ich dann tatsächlich zur Ruhe komme und die Stille um mich herum hören kann. Stille ist für mich dennoch "Stille", wenn Vögel zwitschern, Blätter flüstern oder Bäume knarzen.


Der Wald hat mich so angefixt, dass das wunderbare Buch von Torbjörn Ekelund
"Im Wald. Kleine Fluchten für das ganze Jahr" in mir offene Türen im Gedankenpalast einrannte und ich auch unbedingt eine Nacht... naja, nicht sofort im Wald, aber doch im Zelt verbringen wollte.

Ich zog also für eine Nacht aus dem heimischen Schlafzimmer in den Garten...Mr. Urban White betrachtete das mit Skepsis...

Das Buch beschreibt, wie ein ganz normaler Stadtmensch (wie ich) sich jeden Monat eine Wald-Auszeit gönnt - brilliante Idee! (Kopfkino: hm, welches Zelt ist wohl das beste 4-Jahreszeiten-Zelt, welcher Schlafsack ist am kuschligsten und wer beschützt mich vor den Igeln???)


Wie spannend wäre es doch das ganze Jahr immer wieder die selbe Stelle im Wald aufzusuchen, um zu sehen, was sich verändert, welche Spuren über diesen Ort führen und wie sich Gerüche und Geräusche verändern. Vielleicht traue ich mich dann auch, mal eine Nacht da zu verbringen, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen ;)
Mal so bisserl aussteigen auf Zeit - ein kleines Abenteuer - hättest Du dazu nicht auch mal Lust?


Hach, träum...meist sind ja in der Nähe der von mir bevorzugten Wälder kleine Dörfer...die so charmante ländliche Häuser haben, wie es mein Landmädel-Herz sich ja auch schon so lange wünscht.


Und auch wenn der Sommer viele Wünsche offen ließ, so war er doch auch auf seine Art ganz einzigartig und bereichernd.


Wie habt Ihr den Sommer verbracht? (Irgendwie verleitet es mich, schon in der Vergangenheitsform zu schreiben - denn es fühlt sich morgens schon so herbstlich an)

Liebste Grüße Eure




Montag, 18. Juli 2016

Komm mit in mein wildes Gärtchen...

Dank des sehr unentschiedenen Wetters ist selbst mein sonst so durstiges und trockenes Gärtchen mal üppig grün und wenn wir schnell genug sind (bevor die nächste dicke graue Wolke im Anmarsch ist), schaffen wir es, fix unsere Kaffee draußen zu schlürfen ;) Nu komm!
Wie? Nicht Rasen gemäht...? Nee, dann würdest Du doch all die kahlen Trockenflecken zu sehr sehen...lieber bisserl Wildwiese. Bei mir wirkt nicht Farbenpracht und Pflanzenmasse, sondern eher die einzelnen feinen Blüten...ich zeig sie Dir ;)


Neben altem Kram hab ich ja so ein Faible für unscheinbare Blümchen oder sogenannte "Unkräuter" - wie Rainfarn, Schafgarbe oder Karden ;) Zu besichtigen überall und neben meinem Brennesselbeet (Davon lieber mal kein Foto ;)

Diese graugrünen Blömschen mit den pinken Blüten liebe ich sehr und sie heißen seit meiner Kindheit für mich "Marienröschen" - dabei sind das Lichtnelken, aber einmal falsch gemerkt und schwupps drängelt sich der Kindername im Kopf immer vor. Sie sind super anspruchslos und blühen pausenlos. An einer Ecke wachen sie zusammen mit Lavendel - das ist eine ganz tolle Farbkombi.



Am Sprudelstein, der in den Regenpausen auch mal sprudeln darf, blüht Storchenschnabel. Auch so ein unprätentiöses Pflänzchen. Irgendwie hab ich eher eine Vorliebe für "kühle" Farben.


Und wenn wir uns mal eben nebeneinander auf den Bauch legen, dann zeigt dieser purpurfarbene Storchenschnabel mit dunklem Auge seine ganze grazile Schönheit... Dank des wilden Durcheinanders tummeln sich ganz viele dicke Hummeln und auch Schmetterlinge in meinem Gärtchen.

Am Sonntag kam meine Familie zu Besuch und da gehts auch immer zur Gartenschau...aber da brauch ich mir nix einzubilden, denn mit dem extrem-blüh-blüh-blüh-Garten meiner Mutter kann eh niemand mithalten.


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Und was bracht mein lieber Familien-Besuch mir mit??? Einen wunderschönen Wildblumenstrauß in feinster Großstadtkeramik einer jungen Tonkünstlerin, die feine, schlichte, skandinavisch anmutende Gebrauchskeramiken fertigt. Ich liebe dieses unglaubliche Blau (erinnert mich an den Himmel überm Meer) und mattes erdiges Schwarz...Neugierig? Dann schau mal hier bei No t on .


Da fängt doch die Woche gleich viel sonniger an ;) ...und wenn der Montag erst mal geschafft ist, läufts....ich muss immer erst mal über die Wochenanfangs-Schwelle kommen und mich an das andere Tempo anpassen. Aber ich seh` schon den Urlaub im August frohlockend im Kalender winken.


Schön, dass Du mit mir im Garten unterwegs warst!
Ich wünsche Dir eine inspirierende Woche

Liebste Grüße
Eure




Samstag, 28. Mai 2016

Miau - der Nach-Urlaubs-Kater

Kennt Ihr das auch? Im Urlaub fällt man irgendwann völlig aus der Zeit - vergisst, ob Montag oder schon Mittwoch ist - es spielt keine Rolle mehr. Die Tage bekommen einen anderen Rhythmus - ich werde langsamer. Wenn ich dann "angekommen" bin in der neuen Zeit, ist die Welt drumherum viel intensiver da. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Wildtiere (frei und lebend! und nicht tot neben der Autobahn) gesehen - eine ganze Jungherde Hirsche beim Morgen-Jogging im Rapsfeld, einen sehr konzentrierten Fuchs auf einem Feld, Graureiher, Fischreiher, sowieso Vögel ohne Ende und einen aufgeregten Feldhasen, eine Ringelnatter und morgens weckte uns eine echte Kuckucksuhr ;) und auch am Abend hing der Kuckucksruf noch lange über dem See.


Unser Urlaub in diesem Jahr führte uns ja quasi vor die "Haustür" - nur eine gute Stunde von zu Hause entfernt aufs Land in die bezaubernde Uckermark, die mit knallgelben Rapsfeldern vor blauem Himmel um die Wetter leuchtete. Die reinste Postkarten-Idylle...
Nach dem wir dort unsere Alltags-Seelen ausgelüftet und die Zeit verbummelt hatten, gings mit leerem Kopf und sehnsuchtsvollen Herzen zurück in die Großstadt und in den Arbeitsalltag. Ich bin dann immer erstmal sehr unleidlich, da ich Schwierigkeiten habe, wieder das "alte" Tempo aufzunehmen. Dann ist alles zu viel, zu laut, zu schnell... die Stadt stinkt...Nach-Urlaubs-Kater halt ;)

Was bleibt? Die Bilder im Kopf und die Sehnsucht nach solch einem Fleckchen Land - als kleinen Fluchtort.
Uns hat die Uckermark (wiedermal) so verzaubert, dass wir dort gern ein Häuschen hätten (...Ha!! Da sind wir sicher die Einzigsten! ;) Ich geb schon mal eine Bestellung ans Universum ab...und falls jemand von Euch was weiß... immer her damit!

Endlich scheint auch hier wieder vorsichtig die Sonne - ich mach mir mal einen Tee und setz mich raus, Augen zu und ein bisschen vom Land träumen ;)
Euch, meinen lieben Besucherinnen und Blogfreunden, wünsche ich ein zauberhaft sonniges Wochenende und maximale Entschleunigung ;)

Liebste Grüße









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